NCI
NCI Aktuell Archiv September 2006
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Freitag 29.9.2006
Solidaritätsadresse an die PSE-Kollegen
Das Mitarbeiternetz NCI aus den Münchner Siemens-Betrieben erklärt sich ausdrücklich solidarisch mit den von Ausgliederung und Stellenabbau bedrohten PSE-Kollegen in Österreich.
Auch wir bei Siemens Com machen gerade unsere Erfahrungen mit Ausgliederungen. Es darf nicht sein, dass gesunde Unternehmen wie PSE zerschlagen werden oder durch gravierende Managementfehler heruntergewirtschaftete Unternehmen wie Handys oder Com per Personalentsorgung "saniert" werden! Einfach filetieren und ausgliedern, dann aus der neuen Gesellschaft heraus Stellenabbau, Siemens und PSE haben damit dann nichts mehr zu tun; wie bequem!
Gestern die Handysparte (DIE FOLGEN SEHEN WIR HEUTE),
heute Enterprise und PSE,
morgen Netzwerk-Carrier,
und übermorgen?
Dies ist nicht die Zeit zum Stillhalten! Wo unsere Arbeitsplätze bedroht sind dürfen wir nicht schweigen!
NCI München
29.9.2006: Demonstration am Wittelsbacher Platz
29.9.2006: Demonstration am Wittelsbacher Platz
Freitag 29.9.2006
Wie war’s auf der BenQ-Demo
ergänzt am 30.9.2006
Trotz extrem kurzfristiger Ankündigung (18 Stunden!) versammelten sich ca 250 Teilnehmer vor der Siemens-Zentrale am Wittelsbacher Platz. Sehr viele aktive NCI’ler sind unserem Aufruf gefolgt, wie überhaupt viele solidarische Siemensianer aller Standorte Präsenz gezeigt haben, um die BenQ-Kollegen zu unterstützen. Die Redner, Betriebsräte und Gewerkschaftsvertreter, artikulierten unisono, dass man die Mitarbeiter "verkauft und verraten hat".
Die betroffenen Kollegen haben unterschriebene nachträgliche Widersprüche zum Übergang zu BenQ gesammelt und abgegeben. Darin wird dem Übergang des Arbeitsverhältnisses an BenQ gem. §613a widersprochen und Anspruch auf die Weiterbeschäftigung bei Siemens, BSAV, Abfindung, Schadensersatz wegen arglistiger Täuschung und gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsmissbrauchs geltend gemacht. Die späte Abgabe des Widerspruchs wird damit begründet, dass die Kollegen beim Betriebsübergang nicht ausreichend über all das informiert wurden, was nun letztlich zum Verlust des Arbeitsplatzes führt, und damit habe die Frist zum Betriebsübergangs-Widerspruch noch nicht zu laufen begonnen. (siehe dazu www.manager-magazin.de)
Ein Siemens-Vertreter traute sich nicht vor die Tür, aber es wurde ausgerichtet, man bedaure das alles und sei betroffen, man habe auch geglaubt dass BenQ ein zukunftsträchtiges Unternehmen sei, und man prüfe nun die Verträge und Aussagen.
Weil das den Betroffenen aber natürlich nicht reicht, treffen wir uns nächsten Freitag gleich wieder, also:
Freitag, 6.10., 13:00 Demo am Wittelsbacher Platz !
Erst nach 1,5 Stunden löste sich die Demonstration auf aber nicht die Wut auf Siemens und insbesondere Klaus kleinfeld.
29.9.2006: Demonstration am Wittelsbacher Platz
Noch ein interessanter Link zu den erhobenen Vorwürfen:
www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/243/87156/
(cnn)
Hinweis: Weitere Demo-Fotos gibt es beim Sozialforum München
Freitag 29.9.2006
Rüttgers nennt Fall BenQ "eine große Sauerei"
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers hat den Mitarbeitern der BenQ-Werke seine Unterstützung zugesichert. Er sieht aber nicht allein den taiwanesischen Mutterkonzern in der Pflicht, sondern auch Siemens.
zum Artikel
(jpt)
Freitag 29.9.2006
Siemens bevorzugt bei Jobs BenQ Mitarbeiter
Die 3000 BenQ-Mitarbeiter werden noch bis 2009 bei der Stellensuche im Siemens-Konzern gegenüber externen Kandidaten bevorzugt behandelt. Darauf wies ein Sprecher des Siemens-Konzerns im Gespräch mit der Wirtschaftwoche hin.
(jpt)
Freitag 29.9.2006
BenQ - Klaus Kleinfeld
Nach der BenQ-Insolvenz greift der NRW-Regierungschef Rüttgers den taiwanischen Mutterkonzern und Siemens an: Manager, die ihr Gehalt erhöhten und gleichzeitig Mitarbeiter entließen, "wissen nicht, welchen Schaden sie anrichten". Dabei spielt er auf die 30-prozentige Gehaltserhöhung des Siemens Vorstands an. Klaus Kleinfeld dagegen gibt sich betroffen: "Wir sind sehr betroffen von der Entwicklung und es ist für uns unverständlich, dass BenQ Mobile in Deutschland einen Insolvenzantrag gestellt hat" BenQ verteidigt sich: Man habe die deutsche Tochter nicht ausgeplündert. Derweil prüft Siemens rechtliche Schritte gegen BenQ.
zum Artikel
(jpt)
Freitag 29.9.2006
"PSE-Mitarbeiter stimmen für mögliche Streiks."
schreibt der Standard in Wien. Angesichts eines drohenden Stellenabbaus waren 1.500 Mitarbeiter aus ganz Österreich zu den Betriebsversammlungen gekommen. Der Betriebsrat geht davon aus, dass etwa 200 Arbeitsplätze bedroht sind. Obwohl Siemens Österreich den Arbeitsplatzabbau dementierte, stimmten 97 Prozent der Mitarbeiter der Softwaresparte PSE am Donnerstagnachmittag für mögliche Kampfmaßnahmen. Streik ist nicht ausgeschlossen.
zum Artikel
(jpt)
Freitag 29.9.2006
spontane Demonstration 29.9.2006, 13:00 am Wittelsbacher Platz
Am Freitag, 29.9. demonstrieren wir um 13:00 am Wittelsbacher Platz unsere Solidarität mit den Kolleginnen und Kollegen von BenQ, die wegen der Insolvenz befürchten müssen ihren Job zu verlieren.
Lasst uns Siemens zeigen, dass unser Kurzzeitgedächtnis noch ganz gut funktioniert. Wie war das:
Schritt1: Siemens "löst" seine Probleme durch Ausgliederung/Verkauf anstelle der klassischen Sanierungs- und Personalabbaumethoden. (Wie ja auch aktuell wieder mit NoSiNet und Enterprise!)
Schritt2: Der neue Eigentümer hat ein Jahr lang den von Siemens bezahlten Brautpreis aufgezehrt und meldet danach Insolvenz an, die Kollegen verlieren ihre Jobs, und Siemens wäscht die Hände in Unschuld: Das war BenQ, das waren nicht wir.
Aber wer diese Entwicklung mit dem ersten Schritt eingeleitet hat, trägt eine erhebliche Mitverantwortung auch am zweiten Schritt. Wir haben diesen Freitag Gelegenheit, Siemens zu demonstrieren dass wir sie nicht aus dieser Verantwortung entlassen.
Macht alle mit !
Hinweis: Demo-Zeit ist keine Arbeitszeit, also Ausstempeln nicht vergessen!
(cnn)
Freitag 29.9.2006
BenQ Mitarbeiter fordern Schadensersatz von Siemens
Die Insolvenz bei BenQ empört die Mitarbeiter gleichermaßen gegenüber Siemens und BenQ. Forderungen nach Schadensersatz werden laut. Der Betriebsrat geht von einem vorsätzlichem gesellschaftsrechtlichen Gestaltungsmissbrauch aus. BenQ habe Betriebsmittel gezielt von BenQ Deutschland abgezogen und wolle sich nun über Insolvenz der Mitarbeiter entledigen. Der Betriebsrat hofft, dass Siemens sich zu einer Gesamtlösung bereit finden wird, indem sie z.B. eine Beschäftigungsgesellschaft anbieten. Ansonsten müsse sich der Konzern mit 3.000 Einzelforderungen auseinandersetzen.
zum Artikel
(jpt)
Freitag 29.9.2006
SZ: "So vergeht der Ruhm von Siemens"
Als Kleinfeld-Pleite kommentiert Karl-Heinz Buschmann von der Süddeutschen Zeitung die Insolvenz von BenQ Deutschland: "Die BenQ-Pleite ist ein neues Beispiel für die Schwäche des Münchner Weltkonzerns... Unter seiner Führung wankt der Konzern". Den BenQ Mitarbeitern war 2005 eine nachhaltige Perspektive bei BenQ versprochen worden. Diese fühlen sich nun betrogen. Kleinfeld bezeichne sich als Portfolio-Stratege, redet über Megatrends" und "gibt eilig die mobilen Telefonnetze, einen echten Lieferanten von globaler Infrastruktur aus der Hand" so die SZ. Es fehlt ihm nicht nur das Vertrauen der Mitarbeiter, sondern auch der Börsianer. Buschmann endet mit dem Satz: "Doch wenn der Führung nur einfällt, in schwierigen Zeiten Arbeitsplätze zu streichen, Bereiche zu verkaufen, das eigene Gehalt zu erhöhen und die mühsame Arbeit einer langfristigen Strategie zu meiden, werden die Mitarbeiter nicht folgen. So kann der Konzern nicht erfolgreich werden".
zum Artikel
(jpt)
Donnerstag 28.9.2006
BenQ-Insolvenz: Was passiert mit den Arbeitsverhältnissen?
Untersucht hatten wir diese Frage nach der rechtlichen Lage der Arbeitnehmer im Fall einer Insolvenz bereits im Zusammenhang mit der Ausgliederung von CPE in die Siemens Home Office Communication Devices GmbH & Co. KG (SHC).
Hier könnt ihr die Details nachlesen:
(cr)
Donnerstag 28.9.2006
Insolvenz: BenQ-Handygeschäft in Deutschland am Ende
BenQ will die Investitionen in seine deutsche Handy-Produktion stoppen.
Die Morgengabe von Siemens ist aufgezehrt, und das war’s dann auch schon. Die BenQ-Konzernführung habe entschieden, dass keine weiteren Zuschüsse in die deutsche Tochter BenQ Mobile GmbH & Co OHG fließen sollen, teilte die Gesellschaft in Taipeh mit.
Die BenQ Mobile GmbH werde in den kommenden Tagen Insolvenzantrag beim Amtsgericht München stellen, sagte ein Sprecher. Dadurch sind rund 3000 Arbeitsplätze von ehemaligen Siemens-Kollegen akut gefährdet (und das ist noch beschönigend ausgedrückt):
Betroffen sind die Zentrale in München mit 1400 Beschäftigten sowie die Produktionsstandorte in Bocholt und Kamp-Lintfort mit insgesamt 1600 Mitarbeitern. BenQ will das Geschäft mit Handys der Marke BenQ-Siemens aus Asien heraus fortführen.
Damit stellt sich natürlich auch die bange Frage: Wird es uns bei NoSiNet, Enterprise oder Teilen davon möglicherweise genauso ergehen?
(cnn)
Donnerstag 28.9.2006
BenQ vor dem AUS!
BenQ steht vor dem Aus. Es wird erwartet, dass Insolvenzantrag gestellt wird. 3000 Arbeitsplätze in München, Kamp-Lintfort und Bocholt sind in Gefahr.
(rk)
Quellen:
www.spiegel.de     www.spiegel.de
www.ftd.de
Donnerstag 28.9.2006
Siemens Blogs: Tagebuch des Frusts
Mitarbeiter sagen dem Siemens Chef in eigens bei Siemens dafür eingerichteten Blogs die Meinung. Gedacht waren diese, die Gedanken von Klaus Kleinfeld zur Firmenstrategie den Mitarbeitern nahe zu bringen. Unerwartet heftig erfuhr Klaus Kleinfeld, dass er ein Image Problem im eigenen Haus hat. "An eine derart offene Konfrontation der Beschäftigten mit der Konzernführung können sich selbst altgediente Mitarbeiter nicht erinnern." schreibt die SZ. Auf nicht weniger als 70 Druckseiten sagen die Mitarbeiter dem Konzernchef ihre Meinung - dies nicht etwa anonym, sondern unter Nennung ihres vollen Namens.
Einige Beispiele:
"Die Stimmung ist so schlecht wie noch nie. Und glauben Sie mir: die Kunden spüren das."
"Wie sollen wir Kunden Preiserhöhungen erklären?".
Ein anderer Mitarbeiter fordert den Vorstandsvorsitzenden auf, die Beiträge im Blog: "nicht als Ausdruck von Neid" zu sehen. "Den meisten Kolleginnen und Kollegen gehe es um so altmodische Dinge wie Bewusstsein für Angemessenheit und Stil."
Ein Mitarbeiter greift das Selbstverständnis der Siemensianer auf: "Ich würde mir wünschen, dass die im Leitbild unseres Unternehmens verankerte gesellschaftliche Verantwortung dazu führt, dass unser Topmanagement mit leuchtendem Beispiel voran geht, statt dem Dax hinterherzuhecheln."
zum Artikel
(jpt)
Mittwoch 27.9.2006
Jenseits der Gier
In ihrem Buch "Jenseits von Gier" setzt sich Prof. Gertrud Höhler mit der Macht- und Geldgier von Managern auseinander und fordert die Rückkehr zu unternehmerischen Werten. Führungskräfte müssen die Wahrheit wieder in den Mittelpunkt ihres Denkens setzen, sich und anderen Irrtümer eingestehen und Ursachen für ihr Scheitern analysieren. Dazu ist es, so Höhler, jedoch erforderlich, sich wieder auf Werte wie Verlässlichkeit und Wahrhaftigkeit, Informationsbereitschaft und Leistungswillen zu besinnen. Eine besondere Bedeutung misst sie dem Versprechen bei, alles, auch den Schmerz über Fehler und Verluste, miteinander zu teilen.
Quelle: Höhler, Gertrud, Jenseits der Gier, Berlin 2005, S. 101
(jpt)
Mittwoch 27.9.2006
"Restrukturierung": Der Weg ist frei für Freiwillige bei Com CD.
Da die "blauen Briefe" ohne Berücksichtigung sozialer Aspekte ausgeteilt wurden, leidet die Com-Restrukturierung nun unter dem Dilemma, dass die, die gehen sollen, nicht können, und die, die wollen, nicht dürfen.
Dazu gibt es nun offensichtlich eine Kurskorrektur, wenn auch erstmal leider nur bei Com CD; Zitat: "Darüber hinaus bieten wir hiermit allen Com CD Mitarbeitern an, freiwillig die bis zum 30.9.2006 bestehenden, finanziell sehr attraktiven Angebote anzunehmen."
(bt)
Mittwoch 27.9.2006
Wer länger arbeitet, ist eher tot.
Zu diesem Schluss kommen Wissenschaftler von der University of California in Irvine, die mit einer Studie einen lange vermuteten Zusammenhang zwischen Arbeit und Gesundheit bestätigten.
"Es ist nicht so, dass man enorm lange arbeiten muss, damit sich dieser Effekt einstellt", sagt Dean Baker von der University of California in Irvine, Mitverfasser der Studie.
"Für die Einzelnen ist es wichtig, dass sie sich im Laufe ihres Arbeitslebens über mögliche negative Auswirkungen auf die Gesundheit bewusst sind", sagt Baker. "Und die Arbeitgeber sollten sich klar machen, dass sie möglicherweise höhere krankheitsbedingte Kosten in Kauf nehmen müssen, wenn sie die Arbeitnehmer anhalten oder zwingen, länger zu arbeiten", so Baker.
In den USA geht man offensiver mit dem Thema um: Die Organisation ‚Take Back Your Time’ begeht am 24. Oktober das Ende des Arbeitsjahres eines durchschnittlichen Europäers und macht US-Arbeitnehmer und -Arbeitgeber auf die Mehrarbeit der Amerikaner aufmerksam. Sie tritt für Arbeitsbedingungen nach europäischem Muster ein. Aus Europa kann man lernen: Weniger ist manchmal eben mehr.
(intr)
Quelle: Financial Times Deutschland
Mittwoch 27.9.2006
Betriebsratswahl Com Carrier Mch H - Fristen
Um Rechtssicherheit für die Belegschaft zu schaffen haben, wie bereits berichtet, Christine Rosenboom und zwei weitere Mitarbeiter einen Antrag auf Einsetzung eines Wahlvorstandes beim Arbeitsgericht eingereicht. Es handelt sich dabei um einen Antrag im Beschlussverfahren. Antragsgegner ist die Siemens AG, vertreten durch Klaus Kleinfeld.
Am 8.9.06 hat nun das Gericht beschlossen, als dritten Beteiligten den Betriebsrat Mch H in das Verfahren aufzunehmen. Betriebsrat und Siemens AG müssen nun bis 20.10.06 zu diesem Antrag Stellung nehmen und beweisen, warum im Carrier Betrieb keine Wahl stattzufinden hat.
Im Anschluss daran haben die Antragsteller eine vierwöchige Frist bis zum 17.11.06 um ihrerseits den Beweis zu führen, dass eine Wahl stattfinden muss.
Wir gehen davon aus, dass das Gericht dann zügig entscheidet, damit die Wahlen rechtzeitig vor Ende des Übergangsmandates des Betriebsrates am 31.1.07 stattfinden können.
(cr)
Mittwoch 27.9.2006
"Siemens-Mitarbeiter revoltieren im Intranet."
Unter der o.g. Überschrift schreibt Anne Seith in Spiegel Online: "Unfähigkeit und Maßlosigkeit werfen Siemens-Beschäftigte ihren Chefs vor, deren Bezüge um 30 Prozent steigen sollen. Vorstandsvorsitzender Kleinfeld bekommt das zu spüren - in seinem internen Blog platzieren Mitarbeiter ätzende Kommentare."
(rk)
Quelle mit Auszügen aus dem Blog
Montag 25.9.2006
Harte Kritik von Kirchen zur Manager-Moral.
Der katholische Bischof von Trier, Reinhard Marx kritisiert heftig die 30-prozentige Gehaltserhöhung der Siemens Vorstände: "Eine maßlose Gehaltserhöhung wie bei Siemens ist angesichts von Massenentlassungen schon dreist ... Wenn die Verantwortlichen der Wirtschaft nicht mehr das Gemeinwohl im Blick haben, sondern die Kapitalrendite, wird das System inakzeptabel".
Wolfgang Huber, Bischof von Berlin und zugleich Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland sagt: "Von der Wirtschaft erwarte ich etwas mehr Patriotismus und damit bewusste Verantwortung für das Gemeinwesen. Schließlich stellt es die Voraussetzungen für ihren Erfolg - wie Facharbeiter, Infrastruktur und ähnliches - zur Verfügung."
(jpt)
Montag 25.9.2006
ERA - Gleiches Geld für gleiche Arbeitsplätze?
Nun ist die von der IGM eingeleitete Reform auch bei den Siemens-Mitarbeitern angekommen - die vom Arbeitgeber vorgesehene ERA-Eingruppierung wurde ihnen im September mitgeteilt.
Wie zu erwarten war, sind viele Mitarbeiter aufgrund ihrer niedrigen Eingruppierung, bei der das tariflich abgesicherte Gehalt zum Teil erheblich sinkt, enttäuscht. So erhalten z.B. am Standort Mch H ca. zwei Drittel aller Mitarbeiter ein geringeres tarifliches Grundgehalt als vorher, ein Drittel der Mitarbeiter sogar über 10% weniger. Zwar wird durch die Bestandsschutzregelung das Bruttogehalt zunächst gleich bleiben, Einbußen entstehen jedoch in Zukunft durch Anrechnung von Tariferhöhungen.
Unverständlich ist ferner, warum in einzelnen Abteilungen Mitarbeiter mit ähnlichen Aufgaben unterschiedlich eingruppiert wurden. Wir werden darum nach Gründen fragen um dies abschließend bewerten zu können.
Der Frust ist groß, jetzt gilt es zu retten, was zu retten ist.
Hier haben wir kurz zusammengestellt, was der Eingruppierung zu Grunde liegt und was man nun dagegen tun kann.
(ff)
Montag 25.9.2006
Jede zehnte Firma bietet Gewinnbeteiligung für Mitarbeiter
In Deutschland beteiligt fast jedes zehnte Unternehmen zumindest Teile seiner Belegschaft am Gewinn. Einer Studie des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB) zufolge, liegt damit Deutschland im Mittelfeld - verglichen mit anderen europäischen Ländern. Deutsche Betriebe, die in ausländischem Besitz sind, beteiligen ihre Mitarbeiter stärker am Gewinn und am Kapital als solche in deutschem Besitz.
(wl)
Quelle:
Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung
Samstag 23.9.2006
Porsche-Boss kritisiert Managerkollegen.
"Wendelin Wiedeking ist ein Mann deutlicher Worte.", schreibt Spiegel Online. Der Porsche-Chef übte im SPIEGEL harte Kritik an seinen Managerkollegen. Es sei nicht nachzuvollziehen, wenn Konzerne Rekordgewinne melden und zugleich ankündigen, dass sie Tausende von Arbeitsplätzen streichen, so Wiedeking. " Ein möglichst hoher Gewinn kann doch nicht das einzige Ziel eines Unternehmens sein."
Wiedeking weist deutlich auf die Auswirkungen dieser Managermoral auf unsere Gesellschaft hin. Wenn Menschen vielen Wirtschaftsführern und Politikern keinerlei Glaubwürdigkeit mehr zubilligen, dann könne dies dazuführen, dass unsere Gesellschaft instabil werde.
(jpt)
zum Artikel
Freitag 22.9.2006
Erneuter Druck auf Blaue-Brief-Empfänger bei COM.
Am 30.09.06 endet die Frist zur Annahme der Angebote an COM-Mitarbeiter an den Standorten Hofmannstraße, Martinstraße und Perlach. Auf der Betriebsversammlung wurde bekannt, dass der der Zulauf zur beE an den drei Münchner Standorten völlig unterschiedlich ist. Wie stets im Zusammenhang mit Angeboten zur freiwilligen Beendigung des Arbeitsverhältnisses wird Druck von Vorgesetzten auf die betroffenen Mitarbeiter ausgelöst.
Es werde Druck auf die Mitarbeiter ausgeübt und es wurde beschrieben, in welchen Schritten der Druck ausgeübt wird. NCI fordert die Siemens AG auf, diese Vorgesetzten über die rechtliche Lage zu informieren. Druckausübung kann je nach Situation zu Mobbing und damit zu strafbaren Handlungen führen, für die der Druckausübende zur Rechenschaft gezogen werden kann.
Mitarbeiter, die Blaue Brief erhalten haben und das Angebot nicht annehmen wollen, sollen sowohl ihrem Chef als auch der Personalabteilung gegenüber klar und deutlich sagen, dass sie das Firmenangebot ablehnen. Mitarbeiter müssen dabei nicht - auch nicht nach Aufforderung - Gründe für ihre Entscheidung nennen. Weder Vorgesetzte noch die Personalabteilung haben ein Recht dazu.
(jpt)
Freitag 22.9.2006
Betriebsleitung öffnet beE-Angebot für Mitarbeiter ohne blauen Brief.
Nachdem sich auch nach intensiver Überzeugungsarbeit, die viele Mitarbeiter als Druck empfinden, die beE nicht füllt, öffnet Siemens diese für Mitarbeiter ohne blauen Brief. Wie uns bekannt wurde, wurden etliche Mitarbeiter, die keinen Blauen Brief erhalten hatten, angesprochen, das Angebot in die beE zu gehen oder einen Aufhebungsvertrag zu unterschreiben anzunehmen. In einigen Fällen wurde sogar zur Unterschrift während des Personalgesprächs aufgefordert.
NCI rät wie immer: Unterschreibt nicht voreilig und vor allem niemals in einem Personalgespräch. Prüft die Angebote sorgfältig. Es geht um eure finanzielle Sicherheit.
(jpt)
Donnerstag 21.9.2006
Reorganisation bei Nokia.
Von Nokia werden etwa 2000 Mitarbeiter zu Siemens Nokia wechseln. Diese arbeiten an der sog. Corporate Support Plattform. Die Plattform stellt Funktionen für Geschäftsinfrastruktur, Personalverwaltung, Einkauf, Entwicklungscenter, Kommunikation etc. die die Geschäftseinheiten bereit.
(jpt)
Quelle:
www.nokia.com
Donnerstag 21.9.2006
Thierse bezeichnet Siemens-Vorstandsgehälter als unanständig.
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) reagiert empört auf die 30-prozentige Gehaltserhöhung der Siemens Vorstände. Sie sei, so Thierse "schlicht obszön und auf skandalöse Weise unanständig".
zum Artikel.
(jpt)
Donnerstag 21.9.2006
Politiker verschärfen Kritik an Gehaltssprung bei Siemens-Managern.
Die 30-prozentige Gehaltserhöhung für die Vorstände des Siemens-Konzerns hat unter Politikern eine Welle der Empörung ausgelöst. Gewerkschafter und Aktienanalysten verteilen ebenfalls fleißig Schelte. Siemens hält an der geplanten Anhebung der Vorstandsbezüge fest - die Gehälter lägen nicht im Spitzenfeld vergleichbarer Unternehmen.
zum Artikel
(jpt)
Mittwoch 20.9.2006
BENQ: Klingeltod
"Sinkende Marktanteile, steigende Risiken: Der taiwanische Elektronikkonzern BenQ bekommt die verlustreiche Handysparte von Siemens nicht in den Griff. Und liefert so Anschauungsunterricht für eine verfehlte Sanierung." analysiert das Manager Magazin die Lage bei Siemens.
Ähnliche düstere Zukunftsaussichten prophezeit das Manager Magazin Nokia Siemens Networks. "Ein Besitzerwechsel ohne radikale Veränderung der Geschäftsprozesse ist zum Scheitern verurteilt."
Das zum Artikel
(jpt)
Dienstag 19.9.2006
Gier ohne Maß.
"Im Siemens-Konzern kriselt es, doch die Manager wollen 30 Prozent mehr Gehalt. Das ist dreist.", so die SZ zur 30-prozentigen Gehaltserhöhung des Siemens Vorstandes. Nur mit höherer Leistung sei diese Gehaltserhöhung zu begründen. Die Siemens-Aktie dümpelt aber nach wie vor vor sich hin. Der Anstieg des DAX war in den vergangenen drei Jahren viermal höher als der der Siemens Aktie. Siemens bewies in Zeiten der Umorientierung wenig Gespür für die Lage und vor allem für ihre Mitarbeiter. Immer wieder äußern die Mitarbeiter der Siemens AG den Wunsch nach einer glaubwürdigen und vor allem fähigen Konzernführung.
zum Artikel.
(jpt)
Montag 18.9.2006
Ganswindt adé - scheiden tut nicht weh - Ein Nachruf!
Ein kritischer NCI'ler schrieb uns:
Soso, jetzt geht er also - noch vor vielen von uns!
Im Presse-Nachruf wird er als knallharter Sanierer beschrieben, aber eigentlich wird das der Wahrheit nicht gerecht.
Nicht wenn man unter einem Sanierer jemanden versteht, der etwas mit einer Firma macht, so dass diese nachher wieder gut da steht.
Saniert eben!
Aber im Volksmund hat sich eine andere Wortbedeutung eingeschlichen. Ein Sanierer ist demnach auch schon jeder, der nur rücksichtslos Leute rausschmeisst, selbst dann, wenn nachher die Firma nicht wirklich saniert ist.
Stellenabbau schafft nun mal nicht die dringend notwendigen Innovationen, und erst recht nicht die richtigen Innovationen zum richtigen Zeitpunkt. Zu einem guten Sanierer gehört eben deutlich mehr.
Erfolgreich war Thomas Ganswindt im Stellenabbau. Aber hat er auch etwas aufgebaut?
Und was macht Herr Ganswindt in der Zukunft?
3 mal raten! Richtig: Stellenabbau.
Wie man bei seinem neuen Arbeitgeber, der Elster-Group, nachlesen kann:
"Wir bauen sehr ungern Arbeitsplätze ab und haben über jeden einzelnen sehr genau nachgedacht: Um jedoch die Elster Group langfristig erfolgreich aufzustellen, sind diese Maßnahmen notwendig. Wir werden die Umsetzung so sozial verträglich wie möglich durchführen; u. a. ist beabsichtigt, einen Teil der Arbeitsplätze und Mitarbeiter an externe Dienstleister zu übergeben ".
Klingt bekannt?
(cnn)
Montag 18.9.2006
Umgestaltung der NCI-Homepage
Wie Sie sicher bemerkt haben, hat sich das Design unserer NCI-Homepage etwas verändert.
Der Anlaß: Inken Wanzek orientiert sich nun beruflich neu und kann daher die NCI Homepage nicht mehr betreuen, bleibt uns jedoch beratend und freundschaftlich verbunden.
NCI wird wie gewohnt weitermachen. Die Rubrik "Aktuelles" wird sich künftig eher noch stärker als bisher auf unsere Münchner Betriebe konzentrieren, in denen wir im Betriebsrat vertreten sind bzw. kandidieren.
Sie finden "NCI Aktuell" ab sofort auf der Seite www.nci-br.de
Das NCI-Redaktionsteam.
Links auf Zeitungsartikel bestehen meistens nur für kurze Zeit. Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir diese "toten Links" nicht entfernen.